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13.02.2018
Klassiker der Luftfahrt

MauerbrecherBell X-1: Mit Raketenkraft durch die Schallmauer

Das Raketenflugzeug Bell X-l, ausschließlich auf theoretischer Grundlage entwickelt, zerstörte den Mythos von der für Flugzeuge "unpassierbaren" Schallmauer. Zugleich begründete sie die bis heute anhaltende Tradition der Erprobung legendärer X-Flugzeuge in der kalifornischen Wüste.

Ursprünglich wurde das Objekt als XS-1 bezeichnet, Experiment Subsonic No. 1 - Überschall-Versuchsmuster 1. Gleichzeitig mit den ersten Bauelementen für dieses reine Forschungsflugzeug entstanden Attrappen, in denen der Einbau von starren, nach vorn schießenden Maschinenwaffen untersucht wurde. Mit Jagdeinsitzern hatte überhaupt alles angefangen. Ab 1943 erreichten die fortschrittlichsten Hochleistungsflugzeuge mit Kolbenmotoren Geschwindigkeiten von bis zu 850 km/h in 6000 m Höhe, was einer Machzahl von 0.75 entsprach. Bei bestimmten Flugmanövern, etwa im Sturzflug, konnten diese Werte erheblich überschritten werden und sich der Schallgeschwindigkeit nähern. Das führte allerdings zu Kompressibilitätserscheinungen, deren Auswirkungen wie Rütteln, Blockaden und Stabilitätsänderungen Flugstörungen und sogar Katastrophen zur Folge hatten.

All das war neu und zunächst unerklärbar. Versuche, die gefahrvolle Zone zwischen Mach 0.8 und 1.2 im Windkanal zu erforschen, schlugen fehl, denn die erzeugten Stoß- und Expansionswellen brachen sich an den Wänden und „verstopften" den Kanal.

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