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15.05.2018
Klassiker der Luftfahrt

Historisches ForschungsflugzeugNorth American X-15 - Vorstoß ins All

Drei Exemplare des Forschungsflugzeuges erflogen in den 50er und 60er Jahren des vorigen Jahrhunderts Grenzbereiche der Aerodynamik und revolutionierten damit den Flugzeugbau.

Als sich Anfang der 1940er Jahre die ersten, von Kolbenmotoren angetriebenen europäischen Kampfflugzeuge der Überschallgeschwindigkeit näherten, machten sich sogleich aerodynamische Probleme bemerkbar, die mit dem damaligen Erkenntnisstand der Luftfahrtwissenschaft nicht zu lösen waren. Wenn die Fluggeschwindigkeit Mach 0.8 überschritt, galten plötzlich die Gesetze der Aerodynamik nicht mehr. Die Kompressibilität der das Flugzeug umströmenden Luft veränderte sich, und starke Verdichtungsstöße traten auf, die oft genug sogar die Zerstörung der Maschine zur Folge hatten. Bald war abzusehen, dass mit der Einführung leistungsstärkerer Strahl- und Raketentriebwerke noch größere Probleme auf die Konstrukteure zukommen würden. Die Forschung stand vor großen Herausforderungen.

Auch in den USA erkannte man dieses Problem, allerdings eher auf Seiten der Industrie denn auf jener der Regierung. Weil nicht alle der neuen Forschungsschwerpunkte im Windkanal bearbeitet werden konnten, regte Robert Woods, einer der Begründer der Bell Aircraft Corp., Ende 1951 den Bau eines neuartigen Überschall-Forschungsflugzeuges an. Mit Datum vom 18. Januar 1952 unterstützte er eine entsprechende Denkschrift von Walter Dornberger, des jetzt in Bell-Diensten stehenden früheren Chefs des deutschen Raketenversuchszentrums in Peenemünde, der den Bau eines bis zu Mach 10.0 schnellen Erprobungsträgers vorschlug.

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