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17.10.2018
Klassiker der Luftfahrt

Dornier MuseumBesuch aus Mallorca

Am vergangenen Wochenende besuchte eine Delegation der Stiftung der mallorquinischen Luftfahrt das Dornier Museum und erhielt dabei einen exklusiven Blick auf die Do 24 ATT, welche im Jahr 1974 von Mallorca nach Friedrichshafen am Bodensee überführt wurde. Iren Dornier, Eigner des Flugzeugs und Enkel des Luftfahrtpioniers Claude Dornier, war damals als Zwölfjähriger beim Überführungsflug mit dabei.

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Landung der Do 24 auf dem Bodensee im Jahr 1974 bei ihrem Überführungsflug von Mallorca nach Friedrichshafen. Foto und Copyright: Dornier Museum

Dornier über alles: Eine Delegation der „Fundacion Aeronautica Mallorquina“, der Stiftung der mallorquinischen Luftfahrt mit Stiftungspräsident Don Miguel Buades an der Spitze hat jetzt der „Do 24 ATT“ von Iren Dornier die Ehre erwiesen.

Begeistert war die Delegation, dass sie von Iren Dornier höchstpersönlich in fließendem Spanisch begrüßt und informiert wurde. Für seine Do 24 musste der Enkel von Luftfahrtpionier Claude Dornier keine Begeisterung bei den Gästen entfachen: Sie war bereits bei deren Ankunft deutlich zu spüren.

Beeindruckende Fotos von Flügen, aber auch von Wasserungen der „Do 24“ hat Wolfgang Wagner, Mitglied im „Do 24“-Team, zusammengestellt. Es sind historische Fotos, in denen beispielsweise gleich zwei Maschinen gemeinsam aufsteigen, aber auch Fotos aus der Zeit, seit Iren Dornier Eigner der „Do 24“ ist. „Ich war beim Überführungsflug als Zwölfjähriger dabei“, erinnert er sich. „Seitdem habe ich davon geträumt, dieses wunderschöne Wasserflugzeug, das in Seenoteinsätzen 11000 Menschen das Leben gerettet hat, herzurichten.“ Iren Dornier soll seine Chance bekommen: 2003 macht er sich mit seinem Team an die Restaurierung der alten Dame, 2005 hebt er mit ihr ab. „Ein Kindheitstraum hat sich für mich erfüllt“, berichtet er den faszinierten Gästen. 

Ein Seastar für die Balearen

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Eine Delegation der „Fundacion Aeronautica Mallorquina“, der Stiftung der mallorquinischen Luftfahrt, hat der Do 24 und ihrem Eigner Iren Dornier einen Besuch abgestattet. Foto und Copyright: Dornier Museum

„Increíble“, unglaublich, entfährt es einem der angereisten Spezialisten, als er einen Film über den Einsatz der „Do 24“ bei der Wasserrettung auf stürmischer See sieht. „Unglaublich, was dieses Wasserflugzeug kann.“ Iren Dornier schwärmt von seiner Maschine als „extrem ästhetisch. Sie hat eine unglaubliche Ausstrahlung“. Derzeit ist sie zwar in einem Hangar am Bodensee Airport in Friedrichshafen, weil ihre Avionik erneuert wird. Lange soll sie dort nach dem Willen von Iren Dornier aber nicht sein: Bald soll sich seine „Do 24“ wieder in die Lüfte erheben.

Dornier-Technologie – das ist es, was die Gäste begeistert. Viele Superlative sind zu hören, alle sind voll des Lobes. Professor Dr.-Ing. Elmar Wilczek, letzter Leiter der Entwicklungsabteilung Wasserflugzeugbau bei Dornier und Begleiter der Delegation, sagt: „Der Erstflug des Wals hat Dornier bekannt gemacht. Gebaut wurde er zwar 1922 in Marina di Pisa, aber die spanische Regierung hat den ersten Großauftrag erteilt. Damit schließt sich mit dem heutigen Besuch der Delegation der Kreis.“ Der Professor sagt auch noch: „Im Bereich Wasserflugzeug haben wir ein unglaubliches Know-how am Bodensee entwickelt. Der außergewöhnliche Standort Friedrichshafen sollte unbedingt wiederbelebt werden.“

Felix Rodriguez, Berater der Delegation, hört solche Worte nur zu gerne. „Die Technologie von Dornier ist hervorragend.“ Natürlich weiß er, dass die „Do 24“ nicht mehr gebaut wird. Seiner und der Begeisterung der Delegation für Dornier tut das keinen Abbruch: Sie liebäugelt mit einem aktuellen Dornier-Projekt, dem Amphibienflugzeug „Seastar“. Conrado Dornier, Sohn von Claudius Dornier, dem ältesten Sohn Claude Dorniers, hat dem Projekt seines Vaters Leben eingehaucht. „Selbstverständlich“ war es für die Delegation, auch Conrado Dornier und seine „Seastar“ zu besuchen. Felix Rodriguez klingt sehr hoffnungsvoll, wenn er sagt: „Wir hätten gerne die „Seastar“, um die Balearen untereinander zu verbinden.“

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