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03.08.2017
Klassiker der Luftfahrt

Entführte Lufthansa-Maschine„Landshut“ kommt ins Dornier Museum

Vergangene Woche hat das Bundesaußenministerium verkündet, das im Oktober 1977 von Terroristen entführte Flugzeug zurück nach Deutschland zu holen. Seit Mittwoch ist bekannt, dass die Boeing 737-200 auf dem Gelände des Dornier-Museums in Friedrichshafen ausgestellt werden soll.

Lufthansa 737-200

Die entführte "Landshut", hier ein Schwesterflugzeug, gehörte einst zum Bestand der Boeing 737-200-Flotte bei Lufthansa. Archivbild und Copyright: Lufthansa

Zuletzt war die durch die GSG 9 befreite Maschine, die als Symbol des „Deutschen Herbsts“ bezeichnet wird, in Brasilien im Einsatz. „Dieses Flugzeug ist zum Symbol für unsere wehrhafte Demokratie und unsere freie Gesellschaft geworden, die sich nicht einschüchtern lässt.“, so Bundesaußenminister Sigmar Gabriel in einer Videobotschaft. „Vor dieser Herausforderung stehen wir auch heute wieder.“

Bevor die Landshut ihre letzte Stätte beziehen kann, muss das zerlegte Flugzeug zuerst nach Deutschland transportiert und von Lufthansa-Experten wiederhergestellt werden. Ob sie zum 40. Jahrestag ihrer Befreiung in Mogadischu am 18. Oktober 2017 fertig gestellt wird, bleibt offen.

Für das Friedrichshafener Technikmuseum gilt es, einen angemessenen Rahmen für das historische Ausstellungsstück zu schaffen. Das Bundesministerium für Kultur und Medien unterstützt das Museum dabei, die Geiselnahme, ihre Hintergründe, die Befreiung der Besatzung und der Passagiere sowie die Folgen zu beleuchten und wissenschaftlich aufzubereiten. Auch Zeitzeugen sollen im Konzept zu Wort kommen. Co-Pilot Jürgen Vietor und Diana Müll, eine der Geiseln, waren bereits bei der Pressekonferenz anwesend.

Landshut Lufthansa Flughafen Mogadischu

Die „Landshut“ auf dem Flughafen in Mogadischu. Foto und Copyright: dpa Bildarchiv

Das Dornier-Museum erwartet tausende von Menschen, die durch die neue Attraktion in die Bodensee-Region gelockt werden. „Wenn wir es geschickt anstellen, dann werden auch das Zeppelin-Museum sowie die Stadt Friedrichshafen mit ihrer Hotellerie und Gastronomie davon profitieren“, sagte David Dornier, Direktor des Dornier Museums. Bundesweit habe es schon vielzählige positive Reaktionen auf die Verkündung gegeben.

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